Im Laufe des Sommers 2026 erscheinen meine Essays über ästhetisches Verstehen.
Jede Begegnung mit Kunst trifft auf unsere ganz eigenen Erinnerungen, Erwartungen und sinnlichen Erfahrungen. Die Essays folgen der Frage, die sich immer wieder stellt, wenn ein Werk uns unvermittelt begegnet: Was geschieht, wenn wir von einem Klang, einem Bild oder einem Text getroffen werden?
Was genau uns dabei bewegt, können wir nicht unmittelbar sagen. Irgendetwas bleibt zurück, wirkt nach und verändert uns und die Weise, in der wir hören, sehen und verstehen. In einem großen Bogen vom Hören zur Antwort, von der Zeiterfahrung zum Verstummen, vom Augenblick des Geschehens zu dem, was von ihm bleibt, spüre ich Phänomenen eines Wissens nach, das sich nicht erklären lässt.
Eine besondere Haltung schwingt im hebräischen Wort Hineni („Hier bin ich“) mit: die Bereitschaft, ansprechbar zu sein und weiterzutragen, was uns begegnet, ohne darüber verfügen zu wollen.
Ich freue mich über Rückmeldungen, gerne per Nachricht. Wenn etwas aus diesem Text weiterklingt und seinen Weg in andere Zusammenhänge findet, bin ich für einen kurzen Hinweis dankbar. Auf Wunsch informiere ich Sie auch über neue Texte.
© carsten albrecht, berlin 2026